Kirchen in Leuna

Gnadenkirchen Ockendorf

In den Jahren 1710 bis 1714 wurde durch den Baumeister Christian Trothe unter Verwendung alter Bauteile eine neue Kirche errichtet. Barocke Stilmerkmale prägen das Bild des Gotteshauses. So hat der im Kern ältere Westturm auf quadratischem Grundriss den für diese Zeit typischen achteckigen Oberbau mit doppelt geschweifter Haube und geschlossener Laterne.
Schiff und Altarraum bilden mit dem dreiseitigen Ostabschluss eine Einheit (Saalkirche) und werden von einem Tonnengewölbe überdeckt.  Die Hufeisenempore zeigt in 13 großen Feldern der Brüstung biblische Verse. Die zwei schmalen Felder beinhalten Inschriften über Bauzeit, Zerstörung und Wiederaufbau der Kirche.
Der prächtige Kanzelaltar stammt ebenfalls aus der Werkstatt von Christian Trothe Die zwei seitlichen Durchgänge in der Altarwand zeigen südlich den Evangelisten Johannes und nördlich Moses als Versinnbildlichung von Sakrament und Predigt. Wenige Tage vor der Zerstörung der Kirche im 2. Weltkrieg, konnte dieser prächtige Altar von engagierten Gemeindegliedern ausgelagert und damit gerettet werden.
Auf dem Kirchturm befinden sich drei Glocken. Der Kirchhof wird vor allem nördlich der Kirche als Friedhof genutzt.

 

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